Geschichte
1852 gründet Louis Ormond die erste Tabakfabrik in Vevey.
1930 fusioniert er mit Louis Rinsoz, der die weltbekannten «Meccarillos» erfunden hatte. Beide Unternehmen gehören über Jahrzehnte zu den namhaftesten Schweizer Produzenten und Vertreibern von Zigaretten. Parallel diversifiziert man in den Vertrieb gastronomische Produkte für Hotellerie und Restauration. So werden auch die Regina Culinaire und Anteile an der Fredag-Gruppe übernommen.
Der Start 1992
Der Verwaltungsrat beurteilt die langfristige Zukunft der Tabakindustrie zunehmend als kritisch. Er entscheidet sich 1992 für eine Neuausrichtung.
1992 wird die Rinsoz & Ormond Holding SA in die ORIOR Holding SA umgewandelt. Dies verbunden mit dem Auftrag, sich strategisch ganz auf den Lebensmittelbereich auszurichten.
In der Folge werden mehrere Unternehmen im Bereich Premium Convenience Food in die Gruppe integriert.
1993 Beteiligung an der Rapelli Gruppe (italienische Charcuterie) und die Akquisition der Firma Trinca (Teigwaren).
1996 Kauf weiterer gut eingeführten Unternehmen wie Le Patron (Pasteten und Convenience), Pastinella (Pasta) sowie Catering (Belieferung von Airlines). Mit der Akquisition der Firma Traiteur Seiler (Frischteigwaren) kommt eine grosse Traditionsmarke dazu.
1997 Gründung und Bau der Fresico in China (Geflügel-Convenience). Konzentration der Logistik für die ganze Gruppe in Langenthal und Gründung der Lineafresca.
1998 Eröffnung Neubau Fabrik Rapelli in Stabio.
1999 Orior gibt sich eine überschaubare Führungsstruktur. Die fünf Pfeiler sind damit definiert:
- Rapelli
- Fredag
- Le Patron Regina
- Pastinella
- Lineafresca
2000 ORIOR besitzt nun alle Unternehmen zu 100%.
2001 / 2002 Integration der verschiedenen Produktionsstandorte in die modernisierten Hauptwerke.
2004 Orior reduziert das Engagement in China.
2005 / 2006 Lancierung Initiativenplan “Hungry Eyes”. Dieser konzentriert sich auf Projekte rund um Entwicklungen in den Bereichen Food Service, Export und Akquisitionen.
2006 Management Buyout. Der langjährige Hauptaktionär Pargesa verkauft sein Aktienpaket an das Management und Capvis, eine führende Finanzgesellschaft in der Schweiz. Exportentwicklung wird forciert.
2008 Die Orior-Gruppe übernimmt das renommierte und traditionsreiche Bündner Unternehmen Spiess Holding AG. Mit der Akquisition dieser sehr hochwertigen Produktegruppe rundet Orior sein Portfolio in der Schweiz ab.
2009 Haguenau im Elsass, Frankreich, wird zur europäischen Exportplattform und beliefert den deutschen und französischen Markt.
2010 Orior baut das Standbein Food Service (Gastronomie) neben dem Hauptsegment Retail weiter aus. Dies vor allem durch erfolgreiche Konzepte für Personalrestaurants oder Schulen wie z.B. „Mittagstisch“.
Im April 2010 geht Orior an die Börse und ist somit auf dem Haupttableau der SIX Swiss Exchange kotiert.
2011 Kauf der Tessiner Spezialitätenfirma Keller S.A. in Maroggia. Das kleine, traditionelle Unternehmen ist eine wertvolle Arrondierung für die Unit Rapelli.
Im April 2011 übernimmt die Fredag AG den führenden Schweizer Tofu-Produzenten Bernatur mit Sitz in Mels (SG). Diese Übernahme ergänzt das Portfolio der Fredag auf ideale Weise.
2012 ORIOR akquiriert das Unternehmen Möfag – Mösli Fleischwaren AG, einen profilierten Hersteller von Fürstenländer Fleischspezialitäten wie Mostbröckli und Schinken, per 1. März 2012. Das familiengeführte Unternehmen mit 55 Mitarbeitenden ist in der Region Ostschweiz gut verankert und bedient sowohl Gastronomie-Handel als auch Detailhandel. Mit seiner Produktpalette, der sympathischen Marke sowie der starken Stellung im Discountbereich ist Möfag eine ideale Ergänzung des Konzernbereichs Refinement.