Medienmitteilung

ORIOR behauptet sich in anspruchsvollem Umfeld

Zürich, 23. August 2012

  • Nettoumsatz und Reingewinn leicht unter Vorjahreswert
  • EBITDA-Marge dank Wertsteigerungsinitiativen auf hohem Niveau stabil
  • Portfolio durch wichtige Arrondierungs-Akquisition gestärkt
  • Hohe Innovationskadenz aufrechterhalten
  • Positive Erwartung für zweite Jahreshälfte mit anziehenden Umsätzen und gleichbleibenden Margen

Die in den Bereichen Frisch-Convenience Food und Fleischveredelung führende Schweizer Lebensmittelgruppe ORIOR hat sich im ersten Halbjahr 2012 in einem anspruchsvollen Marktumfeld behauptet. Zwar wurde die Umsatzentwicklung durch den Preisdruck auf dem Sortiment gebremst. Die EBITDA-Marge konnte hingegen dank Wertsteigerungsinitiativen und konsequenter Kostenkontrolle stabil gehalten werden. Eine Vielzahl an Aktivitäten und Neueinführungen von Produkten schaffen Zuversicht für eine erfolgreiche zweite Jahreshälfte.

 

Die Absatzmärkte der ORIOR Gruppe standen in der ersten Jahreshälfte 2012 weiterhin unter Einfluss der Frankenstärke. Die Umsätze im Detailhandel wurden durch den Preisdruck auf den Sortimenten und den Einkaufstourismus in den Grenzregionen belastet. Allerdings war auch ein Gegentrend hin zu regionalen Produkten und zu Frischprodukten feststellbar und die Discounterkanäle entwickelten sich positiv. Die Gastronomie war in der Berichtsperiode stark unter Druck, vor allem in den für ORIOR bedeutenden Tourismuskantonen Tessin und Graubünden. Vor diesem Hintergrund erreichte die ORIOR Gruppe im ersten Halbjahr 2012 ein zufriedenstellendes Resultat: Der Nettoerlös ging um 1.3% von CHF 244.1 Mio. auf CHF 240.9 Mio. leicht zurück. Dazu geführt hat in erster Linie eine tiefere Verkaufspreisbasis. Gestützt wurde der Geschäftsgang durch tiefe Rohstoffpreise für Fleisch und Verpackungsmaterial. Wertsteigerungsinitiativen auf verschiedenen Ebenen ermöglichten die Bruttomarge auf gutem Niveau zu halten: Der EBITDA von CHF 25.5 Mio. entspricht einer EBITDA-Marge von 10.6%, gegenüber 10.9% in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Der Reingewinn betrug CHF 12.9 Mio. gegenüber CHF 13.6 Mio. im ersten Halbjahr 2011.

 

Margen trotz Preisabschlägen gehalten

Der Umsatz im auf Fleischveredelung spezialisierten Segment Refinement ist von CHF 152.5 Mio. auf CHF 148.3 Mio. zurückgegangen. Hauptgrund dafür ist der anhaltend tiefe Preis für Schweinefleisch, der Abschläge auf den Endverkaufspreisen und somit Umsatzminderungen zur Folge hatte. Erfreulich ist die Steigerung der EBITDA-Marge von 9.3 auf 9.5%. Das auf Frisch-Convenience-Produkte spezialisierte Segment Convenience weist für das erste Semester 2012 einen Nettoerlös von CHF 91.2 Mio. auf, gegenüber CHF 92.1 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Zwar konnten in einigen Bereichen, so zum Beispiel beim Seafood, Umsatzsteigerungen erzielt werden. Die grundsätzlich geringere Aktionstätigkeit konnte dadurch jedoch nicht kompensiert werden. Die Rohstoffpreise blieben im Berichtszeitraum stabil. Trotz des leichten Umsatzrückgangs konnte das Segment Convenience die EBITDA-Marge auf fast 15% halten. Nach der überproportionalen Steigerung im Vorjahr haben sich die Umsätze im Segment Corporate und Export konsolidiert. Die Erlöse bewegten sich auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Der Absatz von Bündnerfleisch in den Nachbarländern war stabil, während sich die vegetarischen Produkte zunehmender Beliebtheit erfreuten. Marktanalysen sowie Vorabprüfungen im Rahmen der Möfag-Akquisition haben das Segment mit einmaligen Zusatzkosten belastet, wodurch sich das Resultat leicht negativ präsentiert.

 

Hohe Innovationskadenz aufrechterhalten

ORIOR hat die Produktinnovation auch in der Berichtsperiode mit hoher Kadenz vorangetrieben und zahlreiche neue, auf die Wünsche der Konsumenten ausgerichtete Produkte im Detailhandel platziert. Herauszuheben ist der Hambolino-Burger von Rapelli, ein hochwertiger Burger mit Schinken und geringem Fettgehalt, ohne Farbstoffe und Gluten, mit dem ORIOR erstmals gezielt die Zielgruppe der Kinder und Eltern anspricht. Eine weitere Innovation sind die Ultra-Frisch-Menüs von Le Patron mit einem hohen Gemüseanteil, die auf Bestellung frisch hergestellt werden. Die ersten vielversprechenden Verkaufszahlen der beiden Produkte müssen im zweiten Halbjahr bestätigt werden.

 

Möfag als wichtige Arrondierungs-Akquisition

Im ersten Halbjahr 2012 hat die ORIOR Gruppe die Mösli Fleischwaren AG (Möfag) übernommen. Die Möfag ist eine profilierte Herstellerin von Fürstenländer Fleischspezialitäten wie Appenzeller Mostbröckli oder Schinken. Das familiengeführte Unternehmen mit rund 60 Mitarbeitenden ist in der Region Ostschweiz gut verankert und bedient sowohl die Gastronomie als auch den Detailhandel. Möfag wurde als eigenständige Unit ins Segment Refinement integriert. CEO Remo Hansen hält dazu fest: «Mit der Möfag ist eine weitere Perle zur ORIOR Gruppe gestossen. Die Produktpalette, die sympathische Marke, die starke Stellung im Discountbereich und die hohe Innovationskraft und Effizienz ergänzen unser Portfolio ideal. Ganz besonders freut mich, dass der bisherige Inhaber Urs Mösli und sein Führungsteam die Möfag im Verbund des Segments Refinement weiterhin leiten werden.»

 

Geschäftsverlauf weiterhin stabil

Die ORIOR Gruppe erwartet für das zweite Halbjahr 2012 leicht anziehende Umsätze und eine gleichbleibende Margenentwicklung. ORIOR wird die hohe Innovationskadenz aufrechterhalten und in den Segmenten Refinement und Convenience wiederum zahlreiche Neuprodukte lancieren. Um die Kostenführerschaft zu behaupten, wird ORIOR ihre Wertsteigerungsinitiativen fortführen. Es wurden mehrere Prozesse identifiziert, die weiter optimiert werden können. Damit schafft die ORIOR Gruppe die Voraussetzung, um auch mittel- und langfristig eine gesunde Rentabilität sicherzustellen.

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