Medienmitteilung

ORIOR Gruppe steigert Umsatz und Gewinn

Zürich, 31. August 2010

  • Bestes  Halbjahres-Ergebnis seit Bestehen des Unternehmens
  • Markant gestärkte Bilanz nach dem Börsengang im April dieses Jahres
  • Zuversichtlicher Ausblick

Die im Detailhandel und in der Gastronomie stark verwurzelte ORIOR-Gruppe, welche nach einem erfolgreichen IPO seit April diesen Jahres an der Schweizer Börse kotiert ist, hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2010 erfolgreicher gearbeitet als je zuvor. Trotz Preissenkungen bei den Rohwaren und den damit verbundenen Senkungen der Verkaufspreise gelang es, 2010 den Nettoerlös gegenüber der Vergleichsperiode um 1.6 Prozent auf die neue Rekordmarke von CHF 246.7 Mio. zu steigern. Der sich positiv entwickelnde Privatkonsum führte zu einer noch stärkeren Zunahme des Absatzvolumens um 4.4 Prozent. Erfreulicherweise übertraf die Ertragsentwicklung trotz steigendem Preisdruck jene von Umsatz und Volumen: der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) stieg um 5.8 Prozent auf CHF 26.1 Mio., was einer EBITDA-Marge von 10.6 Prozent entspricht. Während der EBIT um 6.7 Prozent auf CHF 19.4 Mio. gesteigert werden konnte, nahm der Reingewinn trotz der mit dem Börsengang verbundenen einmaligen Sonderkosten um 3 Prozent auf CHF 10.3 Mio. zu. Der erfreuliche Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr und die dem Unternehmen durch den Börsengang zugeflossenen Mittel beeinflussten auch die Bilanz von ORIOR positiv. Die Nettoverschuldung Dritter konnte markant von CHF 121.1 Mio. (per Ende Dezember 2009) auf CHF 88.6 Mio. zurückgeführt werden, während sich das Eigenkapital annähernd verdreifachte und nun CHF 153.9 Mio. erreicht. Daraus ergibt sich eine solide Eigenkapitalquote von 40.7 Prozent.

 

„In Übereinstimmung mit unseren strategischen Zielsetzungen ist es uns gelungen, das Ertragswachstum in einem wettbewerbsintensiven Umfeld noch stärker als das Umsatz- und Volumenwachstum zu steigern und damit den besten Halbjahresabschluss seit Bestehen von ORIOR zu erzielen“, kommentiert CEO Rolf U. Sutter den Verlauf des ersten Halbjahres. „Diese Entwicklung ist auch eine Bestätigung unserer Strategie, mit den drei Segmenten Convenience, Refinement sowie Corporate, Export und Logistik, auf jene Kompetenzen zu fokussieren, in denen wir besonders stark sind und uns führende Marktpositionen sichern zu können.“  Mit zum guten Betriebsergebnis beigetragen haben die seit zwei Jahren laufenden, segmentübergreifenden Wertsteigerungsinitiativen, die insbesondere auf die Optimierung betrieblicher Prozesse ausgerichtet sind und zu entsprechenden Effizienzsteigerungen führen. Dies ermöglichte es auch, die höheren Volumen mit einem praktisch unveränderten Personalbestand von rund 1’250 Mitarbeitenden zu bewältigen. Der um 3 Prozent gesteigerte Reingewinn von CHF 10.3 Mio. wurde einmalig durch die bis zum IPO noch deutlich höheren Finanzierungskosten und die Kosten von knapp CHF 1 Mio. aufgrund der vorzeitigen  Ablösung des Kreditvertrages negativ beeinflusst. Ohne diese Kosten hätte sich der Reingewinn um mehr als 10 Prozent verbessert. Die deutlich günstigeren Finanzierungskosten unter dem Regime der neuen Kreditvereinbarung werden sich in Zukunft positiv auf das Finanzergebnis niederschlagen.

                                                     

Stabile Entwicklung der einzelnen Segmente

Das strategisch zentrale Segment Convenience verzeichnete eine in allen Bereichen überzeugende Entwicklung. Dabei konnten die Verkäufe nicht nur im Detailhandelskanal, sondern insbesondere auch in der Gastronomie gesteigert werden. Die innovativen und qualitativ hochwertigen Frisch-Convenience-Produkte bereichern das Angebot für den Gast ohne Zusatzaufwand für den Restaurateur und stossen deshalb im Gastgewerbe auf immer höhere Akzeptanz. Während der Umsatz des Convenience-Segments im Vorjahresvergleich um 3 Prozent auf CHF 99.8 Mio. zunahm, konnte der EBITDA um 19.3 Prozent auf CHF 14.8 Mio. gesteigert werden. Einmal mehr bestätigte sich die hohe Ertragskraft des Convenience-Geschäftes: mit 38.7 Prozent des Umsatzes erzielt das Segment 56.7 Prozent des EBITDA der Gruppe. Das Segment Refinement bestätigt seine Bedeutung als zentrale Stütze  der Gruppe. Mit einem gegenüber dem Vorjahr stagnierenden Umsatz von CHF 145.6 Mio. (- 0.9 Prozent) gelang es, in einem aggressiven Konkurrenzumfeld das rekordhohe Niveau der Verkäufe des Vorjahres annähernd zu halten.  Intensive Marketingmassnahmen und höhere Energie-Kosten führten zu einer Einbusse beim EBITDA von CHF 0.4 Mio. auf CHF 13.2 Mio. Das Segment Corporate, Export und Logistik erzielte vor allem wegen des stetig wachsenden Verkaufserfolges im Ausland einmal mehr hohe Zuwachsraten. Das Volumen der abgesetzten Produkte nahm um 52.6 Prozent, der Umsatz um 24.3 Prozent zu. Aufgrund des scharfen Wettbewerbs, der  Schwäche des Euros und vor allem aufgrund der IPO-bedingten Einmalkosten blieb der EBITDA mit CHF -1.9 Mio. (Vorjahr -1.4 Mio.) im negativen Bereich.

 

Markant gestärkte Bilanz

Die dem Unternehmen im Rahmen des IPO neu zugeflossenen Mitteln erlaubten eine Halbierung der Verbindlichkeiten zum Stichtag auf CHF 88.6 Mio. Während das Fremdkapital von CHF 322.9 Mio. (per Ende Dezember 2009) auf CHF 223.9 Mio. abgebaut werden konnte, verdreifachte sich das Eigenkapital auf neu CHF 153.9 Mio. Daraus ergibt sich  eine ansprechende Eigenkapitalquote von neu 40.7 Prozent. Die markante Stärkung der Bilanz kommt auch im Verhältnis der Nettoverschuldung zum EBITDA zum Ausdruck, welches noch 1.65 beträgt. Das Umlaufvermögen nahm leicht von CHF 139.3 Mio. auf CHF 143.9 Mio. zu. In dieser Veränderung widerspiegeln sich hauptsächlich höhere Debitorenpositionen aufgrund von veränderten Zahlungsbedingungen einzelner Grosskunden. Dies beeinflusste auch den Cash Flow aus operativer Tätigkeit, welcher zum Stichtag von CHF 13.5 Mio. auf CHF 9.4 Mio. abnahm.

 

Zuversichtlicher Ausblick

„Vorbehaltlich unvorhersehbarer Entwicklungen erwarten wir,  dass sich das traditionell leicht stärkere zweite Halbjahr noch besser als das erste entwickeln wird,“ sagt CEO Rolf Sutter zu den Perspektiven von ORIOR. Entsprechend dürfte das laufende Geschäftsjahr 2010 umsatz- und ertragsmässig leicht über dem Vorjahr abschliessen und ORIOR eine neue Bestmarke setzen lassen. In dieser Beurteilung baut Rolf Sutter auf den guten Geschäftsverlauf  im Juli und August und auf die weiterhin gut gefüllte Innovationspipeline. „Diese wird es uns erlauben, sowohl im Convenience- wie auch im Refinement-Segment weiterhin als Trendsetter zu agieren und neue oder neu interpretierte  Produkte einzuführen“ sagt dazu Rolf U. Sutter. Dies wird sich ebenso wie die erfolgreichen Food Service-Konzepte für die Gastronomie positiv auf den Umsatz auswirken.

Die laufenden Wertschöpfungs-Initiativen als Rückgrat eines permanenten Kostensenkungsprogramms und die deutlich tieferen Finanzierungskosten werden sich weiterhin günstig auf die Entwicklung der Kostenseite niederschlagen. Trotz tendenziell leicht steigenden Rohstoffpreisen rechnet ORIOR mit einer Margensituation mindestens im bisherigen Rahmen.

 

Erweiterung der Gruppenleitung

Der Verwaltungsrat der ORIOR AG hat Herrn Stefan Jost (47) zum Verantwortlichen für das Segment Refinement und Mitglied der Gruppenleitung von ORIOR ernannt. Stefan Jost rapportiert in dieser neu geschaffenen Funktion direkt an den CEO der Gruppe. Nach einer langjährigen internationalen Karriere bei Procter & Gamble kam er 2004 zu Lindt & Sprüngli und führte in den letzten Jahren als CEO das Italiengeschäft. Er tritt sein neues Amt am 1. November 2010 an.

Investor Relations

ORIOR AG
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Tel: +41 44 308 65 13
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